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Patienteninformation SCIT Aufgrund Ihrer Beschwerden und Befunde haben wir Ihnen den Beginn einer Subcutanen Immuntherapie (SCIT) angeraten. Hier haben wir für Sie wichtige Informationen zusammengefasst und häufig gestellte Fragen beantwortet. Für einen optimalen Ablauf und Erfolg der SCIT ist eine gute Kooperation zwischen betreuendem Arzt und Patienten besonders wichtig; so kann die Immuntherapie für Sie am besten angepasst werden und das Risiko von Nebenwirkungen verringert werden. Darum ist es für uns wichtig, dass sie:
Formen der SCIT
Möglich für Pollenallergien, Hausstaubmilbenallergie, Bienen-/ Wespenallergie, Schimmelpilzallergie, Katzenhaarallergie) Zu Beginn einer „klassischen“ SCIT bekommen Sie ca. 8 Wochen lang 1x/Woche eine Injektion; hier fängt man mit einer kleinen Dosis des Allergens an (um den Körper daran zu gewöhnen) und steigert diese dann auf Ihre individuelle Erhaltungsdosis. In dieser Zeit ist es besonders wichtig, dass sie 1x/Woche für die Impfung Zeit finden!! Wenn die Erhaltungsdosis erreicht wurde, werden Sie nur noch 1x/Monat gespritzt. Eine SCIT dauert ca. 3-4 Jahre und sollte konsequent über diesen Zeitraum ohne Unterbrechungen durchgeführt werden.
Möglich bei Pollenallergien (nicht bei Hausstaubmilben-, Bienen-/Wespen-, Schimmelpilzallergie) Hier werden vor der Saison ca. 4 Injektionen verabreicht. Interessant für Patienten, die keine Zeit für eine klassische SCIT finden, als Booster Therapie nach erfolgter klassischer SCIT, bei Patienten mit leichten Beschwerden. Wie läuft die „klassische“ SCIT ab? Wie oft muss ich zum „Spritzen“kommen? Zu Beginn einer „klassischen“ SCIT bekommen Sie ca. 8 Wochen lang 1x/Woche eine Injektion; hier fängt man mit einer kleinen Dosis des Allergens an (um den Körper daran zu gewöhnen) und steigert diese dann auf Ihre individuelle Erhaltungsdosis. In dieser Zeit ist es besonders wichtig, dass sie 1x/Woche für die Impfung Zeit finden!! Wenn die Erhaltungsdosis erreicht wurde, werden Sie nur noch 1x/Monat gespritzt. Eine SCIT dauert ca. 3-4 Jahre und sollte konsequent über diesen Zeitraum ohne Unterbrechungen durchgeführt werden. Werden sie gegen Gräser oder Baumpollen geeimpft so wird während der „Pollensaison“ Ihre Erhaltungsdosis verringert, um dann wieder nach der Saison auf Ihre ursprüngliche Erhaltungsdosis hinauf dosiert zu werden (!!!!Die Immuntherapie sollte in der Pollensaison NICHT unterbrochen werden!!!!) Wie viel Zeit nimmt das Spritzen in Anspruch? Das Verabreichen der Spritze ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Allerdings müssen Sie danach eine halbe Stunde in der Praxis bleiben, da Nebenwirkungen meist in der ersten halben Stunde nach Injektion auftreten. Was passiert, wenn ich einmal im Monat zur geplanten Zeit nicht zum Spritzen kommen kann (wg. Krankheit, Urlaub etc.)? Innerhalb eines gewissen Zeitraumes kann man mit Ihrer persönlichen Erhaltungsdosis wie gewohnt fortsetzen. Wenn über 8 Wochen zur vorherigen SCIT vergangen sind sollte man mit der Dosis herunter gehen um so Nebenwirkungen zu vermeiden. Welche Nebenwirkungen können bei einer SCIT auftreten?
Wie effektiv ist eine SCIT wirklich? Was kann ich machen, wenn ich wieder Beschwerden nach einer beschwerdenfreien Zeit bekomme? Bei 45- 60% der Patientin die mit einer SCIT behandelt wurden, trat eine deutliche Verbesserung der Symptome/ ein geringerer Medikamentenverbrauch auf. 10% der Patienten bleiben dauerhaft beschwerdefrei. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Meist hält die Wirkung für einige Jahre an, dies ist aber von Patient zu Patient unterschiedlich. Sollten Sie bemerken, dass Ihre Beschwerden wieder auftreten, so kann eine Booster Immuntherapie erfolgen; hier erhalten Sie 4 Injektionen vor der Pollensaison zur „Auffrischung“, sie müssen also nicht die gesamte Immuntherapie wiederholen. Was sind meine Alternativen zur SCIT?
Allerdings ist bei 60% aller Pollinose Patienten eine rein symptomatische Therapie nicht ausreichend.
Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung eigentlich? Im Fall einer Allergie reagiert das Immunsystem auf Substanzen die normalerweise für den Körper keine Gefahr darstellen (wie z.B. Pollen), mit der Produktion von Antikörpern. Diese führen dann zu Reaktionen im Körper (wie z.B. der Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen) die Ihre Allergiebeschwerden hervorrufen. Bei einer Hyposensibilisierung wird Ihnen das entsprechende Allergen immer wieder zugeführt, so dass ihr Körper anfängt das Allergen zu tolerieren und die überschießende Reaktion auf Kontakt mit dem Allergen sich vermindert/ ausbleibt. Literatur: http://www.allum.de/ http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/index.html Stand 2012 Doz. Dr. Kofler; Dr. Radl
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